Karate

Sektion Karate

 

Wir haben unser Dojo im Jahr 2004 gegründet, um allen am traditionellen Karate-Do interessierten Personen eine sportliche Heimat zu bieten.
 
Karate ist für alle da, ob klein oder groß, ob jung oder alt. Frauen trainieren bei uns mit gleicher Begeisterung wie Männer. Hierbei ist es unerheblich, aus welchen Beweggründen jemand mit Karate beginnt. Unser Dojo möchte allen Karatékas Möglichkeiten aufzeigen, sich durch Karate-Do, dem Weg der leeren Hand, körperlich und geistig weiter zu entwickeln und dadurch zu einer starken und gefestigten Persönlichkeit zu reifen. Wer dabei Interesse an unserem Dojo gefunden hat oder weitere Informationen erhalten möchte, kann jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Die Tür steht jedem offen. 
 
Training

Marian Böttcher, 2. Dan Karate
 
"Ziel einer Kampfkunst ist es nicht, durch körperliche Überlegenheit seinen Gegner zu besiegen - es gilt, ihm geistig überlegen zu sein!"
 
Stilrichtungsreferent: Michael Bock (6. Dan Karate) 
stellv. : Marian Böttcher (2. Dan)
 
Prüfungsordnung:“ in Überarbeitung“
 
Prüfer:
· Prüfer mit B-Lizenz DKV: Marian Böttcher (2. Dan) .
Stilrichtung: Unser Verein ist Mitglied im DTSKF, KDB, LSB und dem Kreissportbund. Wir sehen unsere Wurzeln im Shotokan. 

Todome Dojo

Die Trainingsstätte trägt den Namen Todome Dojo.

Dojo-Regeln

01.) Das Dojo ist der Ort, an dem KARATE-DO, der Weg des KARATE, geübt und trainiert wird.
02.) Ziel des KARATE-DO ist es, über körperliches Training und geistiger Auseinandersetzung mit der Kampfkunst KARATE einen Weg zu innerer Harmonie und Selbstverwirklichung zu finden.
03.) Zum Beginn und zum Ende einer jeden Trainingseinheit müssen Lehrer (Sensei) und Schüler (Deshi) zur Meditation in den Fersensitz (Seiza) abknien. Die Schüler stellen sich hierbei auf einer Linie auf, wobei der ranghöchste Schüler die sich vom Sensei gesehen am weitesten links befindliche Position einnimmt. Auf ein vom ranghöchsten Schüler zu gebendes Kommando nehmen die Schüler nacheinander den Fersensitz ein. Die Augen sind zu schließen (Mokusu), und der Oberkörper hat eine aufrechte Haltung einzunehmen (Bauchatmung). Die Dauer des Abkniens soll mindestens 30 Sekunden betragen.
04.) Die Lehrer und Trainer sind uneingeschränkt weisungsberechtigt. Ihren Weisungen und Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten.
05.) Es sind nur Ausbilder mit gültiger Trainerlizenz berechtigt, Karate zu unterrichten.
06.) Die Unterrichtssprache ist grundsätzlich japanisch. Sämtliche Techniken des Karate sind durch japanische Begriffe eindeutig definiert. Für Anfänger können auch deutsche Umschreibungen, welche allerdings die japanische Terminologie teilweise nur unzureichend und ungenau übersetzen, verwendet werden. Alle Anfänger sind verpflichtet, sich nach und nach mündlich mit den wichtigsten japanischen Fachausdrücken vertraut zu machen.
07.) Voraussetzung für das Üben von KARATE-DO ist Respekt, Achtung und Höflichkeit der Trainierenden untereinander (Sensei - Deshi, Deshi - Sensei, Deshi - Deshi): Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt!
08.) Die Anwesenheit von Zuschauern ist nur nach Absprache mit dem Trainer gestattet.
09.) Vor Betreten des Dojos sind sämtliche Schmuckgegenstände (z.B. Ohrringe, Fingerringe, Nasenringe, Uhren, Ketten, gefährliche Haarspangen etc.) abzulegen. Sportbrillen mit Kunststoffgläsern und Kontaktlinsen dürfen auf eigenes Risiko getragen werden.
10.) Der Gruß (Rei) ist ein wesentlicher Bestandteil von KARATE-DO. Er ist das äußerliche Zeichen für Höflichkeit und Respekt. Beim Betreten und beim Verlassen des Dojos sowie vor und nach jeder Partnerübung muss daher eine Verbeugung, bei der der Oberkörper leicht nach vorne geneigt wird, gemacht werden.
11.) Das Dojo darf nur barfuß und in der Trainingsbekleidung, dem weißen Karate-Gi, welcher von einem Gürtel zusammengehalten wird, dessen Farbe den Leistungsstand des Schülers ausweist, betreten werden. Der Karate-Gi muss sauber sein. Aufnäher auf dem Karate-Gi, welche das Dojo- oder Verbandsemblem zeigen, sind erlaubt. Jegliche Werbung auf dem Karate-Gi ist verboten.
12.) Die Trainierenden dürfen das Dojo nur in gepflegtem Aussehen betreten. Der Trainer bzw. Übungsleiter ist berechtigt, Schüler, deren Äußeres nicht der gesamten Dojo-Etikette entspricht, zum Verlassen des Dojos und zum Abstellen des festgestellten Fehlers aufzufordern. Der Schüler darf das Dojo erst nach Abstellen des Fehlers wieder betreten.
13.) Alle Trainierenden müssen pünktlich zum Trainingsbeginn erscheinen. Kommt ein Schüler zu spät zum Training, so hat er im Eingangsbereich des Dojos solange zu warten, bis er eine Aufforderung des Trainers durch Handzeichen erhält, sich dem Training anzuschließen.
14.) Das Verlassen des Dojos vor dem offiziellen Ende der Trainingseinheit ist nur mit Zustimmung des Trainers bzw. Übungsleiters erlaubt.
15.) Das Mitnehmen von Trainingstaschen in das Dojo ist grundsätzlich erlaubt. Die Trainingstaschen müssen ordentlich am Rand oder in einer Ecke des Dojos abgestellt werden und dürfen den Trainingsablauf nicht behindern.
16.) Unnötiges Lärmen, Schreien, Spielen, Umherspringen und Herumturnen im Dojo ist zu unterlassen.
17.) Im Dojo darf nicht gegessen, nicht getrunken und nicht geraucht werden.
18.) Das Dojo dient jedem einzelnen zum Üben von KARATE-DO. Aufgrunddessen ist es eine unabdingbare Notwendigkeit, dass sich jeder Trainierende an die Dojo-Ordnung hält und aktiv dazu beiträgt, dass das Dojo als Ort der Würde geschätzt wird. Alle Karatékas unseres Dojos vertreten die überlieferte Philosophie und Tradition der japanischen Großmeister.

 

Dojokun

Dōjōkun (Dōjōregeln oder Regeln für das Training der Kampfkünste) sind die Verhaltensregeln des Budō.

Dōjōkun (Dōjōregeln oder Regeln für das Training der Kampfkünste) sind die Verhaltensregeln des Budo. Überliefert und verbreitet wurden sie unter anderem durch Sakugawa um das Jahr 1750. Angeblich gehen sie zurück auf Regeln, die schon der buddhistische Mönch Bodhidharma in Indien aufgestellt haben soll. Heute begegnet man dem Dōjōkun noch immer in traditionell-orientierten Kampfkunstschulen.

Die fünf Leitsätze

Es ist eine Pflicht, nach der Perfektion des Charakters zu streben.
hitotsu, jinkaku kansei ni tsutomuru koto

Folge dem Ideal der Wahrheit.
hitotsu, makoto no michi wo mamoru koto

Mühe Dich, Deinen Geist zu kultivieren.
hitotsu, doryōku no seishin wo yashinau koto

Achte die Regeln der Etikette.
hitotsu, reigi wo omonzuru koto

Hüte Dich vor ungestümem Übermut.
hitotsu, kekki no yū wo imashimuru koto

Die 20 Regeln - Funakoshi

In Japan werden die von Gichin Funakoshi aufgestellten 20 Regeln des für Karateka angemessenen Verhaltens als Shōtō Nijū Kun (wörtlich die 20 Regeln von Shōtō, wobei Shōtō der Künstlername Funakoshis war) oder als Karate Nijū Kajō (wörtlich die 20 Paragraphen des Karate) bezeichnet. Im deutschen Karate vermischt sich der Begriff häufig mit dem der Dōjōkun, die eigentlich nur fünf zentrale Regeln umfassen und lange vor Funakoshi und mit Bezug auf alle Kampfkünste vermutlich von buddhistischen Mönchen in Indien aufgestellt wurden.


 

Gichin Funakoshi 1868-1957.
Quelle: Wikipedia // The subject of the photo has given his permission to use this photo.


1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto o wasuru na

2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
karate ni sente nashi

3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
karate wa gi no tasuke

4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
mazu jiko o shire shikoshite hoka o shire

5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
gijutsu yori shinjutsu

6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
kokoro wa hanatan koto o yōsu

7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
wazawai wa ketai ni shōzu

8. Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
dōjō nomi no karate to omou na

9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.
karate no shūgyō wa isshō dearu

10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
arayuru mono o karate kase soko ni myōmi ari

11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
karate wa yu no gotoku taezu netsu o ataezareba moto no mizu ni kaeru

12. Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
katsu kangae wa motsu na, makenu kangae wa hitsuyō

13. Wandle dich abhängig vom Gegner.
teki ni yotte tenka seyo

14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
ikusa wa kyojitsu no sōjū ikan ni ari

15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
hito no teashi o ken to omoe

16. Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.
danshimon o izureba hyakuman no teki ari

17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.
kamae wa shoshinsha ni, ato wa shizentai

18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
kata wa tadashiku, jissen wa betsu mono

19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
chikara no kyōjaku, karada no shinshuku, waza no kankyū o wasuru na

20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.
tsune ni shinen kufū seyo